Zu den Kreuzfahrtschiffen am Geirangerfjord

Unser nächstes Ziel sollte der berühmte Geirangerfjord sein. Auf dem Weg dorthin fuhren wir über die Rv15 und stoppten bei Hjelle noch im Jotesdalsbreen Nasjonalparksenter, um uns etwas über die Natur des Gletschers zu informieren. Ein Film erklärte den Gletscher und in einer Freiluftausstellung wurden viele Pflanzen und Mineralien der Gletscherregion gezeigt und erläutert.

Am Ende des Tals ging es in Serpentinen wieder hinauf auf das Fjell. Durch zwei Tunnel gelangten wir an den Abzweig der Straße nach Geiranger. Hier nutzen wir eine Rast zu einem Spaziergang durch diese baumlose Landschaft. Zwischen Moosen und Flechten folgten wir den Trampelpfaden. Neben Felsen und Schneefelder gibt es hier jede Menge Bäche und Seen. Das richtige Terrain für Giovanni.

Für größeres Bild bitte klicken!Diese Ausblicke begleiteten uns weiter auf der Rv63. Vor uns tauchte der Dalsnibba auf. Eine mautpflichtige Straße führt noch einmal 500 m höher auf den Gipfel. Von dort hat man eine herrliche Aussicht auf den Geirangerfjord. Wir wollten unserem Womo diese Strapazen allerdings nicht zumuten. Uns reichte der Blick aus rund 1000 m Höhe auf den Fjord. Und dort unten sahen wir ein Schiff liegen. Wie sich später herausstellte war es die „Queen Elisabeth 2“. Das besondere waren aber die Abgase der Queen. Sie stiegen bis zu einer Höhe von ca. 300 m senkrecht hoch und prallten dann auf die darüber liegende Luftschicht. Dort verteilten sich die Abgase waagerecht zu einer blauen Dunstschicht im sonst so klaren Fjord.

Die folgende Abfahrt nach Geiranger war sehr anstrengend. Auf einer Länge von 17 km wurde 1000 hm vernichtet, und das bei einer Entfernung von 7 km Luftlinie. Ich ließ das Womo im 2. Gang hinunterrollen und an verschiedenen Punkten hielten wir an um die Aussicht zu genießen und die Bremsen abkühlen zu lassen.

Für größeres Bild bitte klicken!Der Campingplatz von Geiranger liegt direkt am Fjord. Die Plätze in der ersten Reihe waren natürlich alle schon durch andere Wohnmobile belegt. Es war aber schon beinahe lustig, wie die Besitzer durch das Aufstellen von Campingstühlen, Fahrrädern oder Motorrollern ihr Territorium absteckten. Wir stellten uns also in die „dritte“ Reihe und konnten bei einem Spaziergang durch den Ort sehr schön das Einbooten und Auslaufen der „Queen Elisabeth 2“ beobachten. Und auch für Geiranger galt: nach 17:00 Uhr wurde es richtig ruhig. Bis zum nächsten Morgen. Als wir aufwachten lagen die „Aidablu“ und die „Astor“ im Fjord. Im Laufe des Vormittags gesellten Für größeres Bild bitte klicken!sich noch die „Arielle“ und die „Sea Princess“ dazu. Ein fünftes Kreuzfahrtschiff wurde noch erwartet. Die Passagiere wurden mit den Beibooten an Land gebracht. Dort hatte man wohl alle Omnibusse der Region zusammengezogen und brachte die „Kreuzfahrer“ nun zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Ich denke, ein paar Busse fuhren auch zum Briksdalsbreen.

Wir beguckten uns das Treiben noch etwas aus der Ferne und verließen Geiranger über die Adlerstraße in Richtung Eidsdal. Und wieder ging es vom Fjord hinauf aufs Fjell und von Fjell wieder hinunter zum Fjord. In Eidsdal brachte uns die Fähre über den Norddalsafjorden. Durch das lang gezogene Valldal mit seinen berühmten Obstfeldern fuhren wir unserem nächsten Ziel entgegen: dem Trollstigen.

Zur berühmtesten Straße Norwegens - dem Trollstigen

Für größeres Bild bitte klicken!Zunächst kam wieder das karge und „kalte“ Fjell mit seinen Schneefeldern und „Eis“- seen. Am Parkplatz oberhalb des Trollstigen parkten wir unser Wohnmobil und begaben uns zu der Aussichtsplattform. Von dort hat man einen tollen Blick in das Isterdal, dessen Ende eine wildromantische Bergkette ist, auf der wir uns befanden. Und in diese steilen Berghänge habe die Norweger eine Straße gebaut. Mit durchschnittlich 12% Steigung führt sie auf einer Länge von 18 km in elf Serpentinen aus dem Tal auf den Berg. Und dort oben standen wir und hatten fast die gesamten 18 km Strecke im Blick. Wie Modellautos bewegten sich die Fahrzeuge auf der Straße und wir hatten einen Riesenspaß zu beobachten, wie sich Wohnmobile oder Busse in den Spitzkehren und Engstellen begegneten. Aber schließlich mussten wir da ja auch noch runter und vermutlich haben dann andere Leute oben gestanden und sich darüber amüsiert, wie wir wieder im 2. Gang den Berg runterrollten. Auch wenn der Trollstigen die berühmteste aller norwegischen Straßen ist, die Straße runter nach Geiranger fand ich schwieriger zu fahren.

Für größeres Bild bitte klicken!Einem kurzen Abstecher nach Åndalsnes folgte die Fahrt durch das Raumatal. Hier trifft man zunächst auf Trollvegen und Trolltindene, die höchsten Felswände Europas. Sie ragen bis 1800 m hoch, wobei der senkrechte Teil mit fast 1000 m Höhe rund 50 m überhängt. Dass man bei so hohen Felsen die Sonne im Tal selten sieht, ist logisch, dass es mit 20°C ziemlich warm war, ist umso verwunderlicher.

Unsere Fahrt folgte dem Raumafluss (nur in entgegen gesetzter Richtung) durch dieses wilde Romsdalen. Imposant waren aber auch die vielen Brücken der Eisenbahnlinie über den Fluss und die zuführenden Wasserfälle. Hier haben wir übrigens auch den einzigen Elch unser diesjährigen Reise gesehen: Ein kapitaler Bulle mit großen Schaufeln!

Industriekultur

Motorsport

RE leuchtet

Reisebilder