Die Stadt Recklinghausen wird im Sommer die Umweltzonen drastisch ausweiten. Dies geht aus der Stellungnahme zum Luftreinhalteplan hervor, über die in diesen Tagen in der Recklinghäuser Zeitung berichtet wurde. Zwar haben die bisherigen Umweltzonen in Sachen Feinstaub einen großen Erfolg gebracht: die Grenzwertüberschreitungen sind deutlich zurück gegangen und liegen im zulässigen Rahmen, dafür gibt es aber bedenkliche Grenzwert-Überschreitungen beim Stickstoff-Dioxid.

Die Forderungen einiger Lokalpolitiker gehen sogar soweit, dass das gesamte Ruhrgebiert eine Umweltzone werden soll und ab 2012 nur noch mit grüner Plakette befahren werden darf.

Da passt es irgendwie nicht, dass zeitgleich die Stadt Mainz erklärt, dass es keine Umweltzone geben wird. Die Auswirkungen stünden in keinem Verhältnis zu den Belastungen für die Bürger.

Dabei beruft sich die Stadt Mainz auf ein Gutachten, dass die Wirksamkeit einer Umweltzone auf die Stickstoffdioxidbelastung ermitteln sollte. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Umweltzone selbst an der stark befahrenen Parcusstraße nur eine Reduzierung der Stickstoffdioxidwerte um sechs Prozent brächte. An anderen Stellen, etwa an der der Rheinallee, wäre sogar nur eine Minderung um drei Prozent zu erwarten. Der messbare Effekt sei sogar noch geringer, als die Prognosen es suggerierten. Dies entspricht laut Gutachten auch den Erfahrungen von Städten, die bereits eine Umweltzone eingeführt haben.

Die Stellungnahme des Umweltministeriums zum Gutachten listet bei den Argumenten gegen die Umweltzone auf, dass schon jetzt 86 Prozent der in Mainz zugelassenen Fahrzeuge eine grüne Plakette erhalten würden – mit steigender Tendenz.

Wenn ich das so lese, frage ich mich: Hat Recklinghausen die falschen Gutachter? ...oder warum will man hier auf "Teufel komm raus"  unnötige Einschränkungen für die Bürger schaffen?

 

 

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