fotobuch11.jpgFrüher war alles ganz einfach. Man kaufte einen Film, legte ihn in die Kamera, machte seine Bilder und ließ den Film anschließend entwickeln und von jedem Bild einen Abzug machen. Auf einen Film passten 36 Aufnahmen und wenn pro Urlaub 5 Filme voll wurden, war das viel. Die Bilder steckte oder klebte man dann in ein Fotoalbum und kann sie sich jederzeit ansehen.

Heute haben wir das Zeitalter der digitalen Kamera und des PC – das ist das schon etwas komplizierter. Zunächst ist das Fotografieren wesentlich einfacher. Also hält man schon öfters mal „drauf“ – löschen kann man ja immer noch. Da sie Speicherchips auch immer größer und preiswerter geworden sind ist das auch kein Thema mehr und so kommen pro Urlaub schon mal schnell einige hundert Bilder zusammen. In der Regel werden die Bilder auf einen PC gespielt und versauern dann auf der Festplatte.

So war es denn auch bei mir. Natürlich habe ich immer mal ein paar Bilder ausgewählt und ins Internet gestellt. Meine Tochter hat auch schon mal ein paar Bilder zu Kollagen zusammengestellt oder Bilder vergrößert und an die Wand gehängt. Will man aber die Bilder zu Hause seinem Besuch zeigen, ist man doch gehalten, den PC hochzufahren und alle vor die Mattscheibe zu bitten. Natürlich kann man auch eine CD brennen und sich die Bilder am Fernseher anschauen. Auch ein digitaler Bilderrahmen hat sich nicht als das Gelbe vom Ei entpuppt - so richtig gemütlich und spontan ist das alles nicht.

Da waren die alten Fotoalben schon praktischer. Die konnte man herum gehen lassen, zu den Verwandten mitnehmen oder auch schon mal verleihen.

Nach unserer Lofoten-Tour 2008, auf der wir ca. 1500 Bilder „geschossen“ hatten, kam wieder die Frage: Was machen mit den vielen Bildern? Rund 100 sind mit dem Reisebericht auf der Homepage, der Chip für den digitalen Bilderrahmen ist voll und jetzt fehlen nur ein paar Bilder zum Vorzeigen.

fotobuch1.jpg Als ich mir dafür Papierabzüge bestellen wollte, sah ich den Hinweis Fotobuch – das wäre doch was. Zufällig kam auch noch eine alte Freundin zu Besuch und brachte ein paar Fotobücher ihrer letzten Urlaube mit. So begannen wir gleich zu fachsimpeln und ich nahm zunächst von der von mir Angedachten aldi-Software Abstand und beschäftigte mich mit der CEWE- Fotobuch Software. Ständige Programmabstürze, ein undurchsichtiges Netz von Handelspartnerversionen und – updates und letztlich ein unpraktischer Texteditor ließen mich im Internet nach einer besseren Fotobuch-Software suchen.

fotobuch2.jpg Auf Grund von Tipps in verschiedenen Foren lud ich mir dann die Software Designer 2.0 von fotobuch.de herunter. Diese Software bietet einige - für mich wichtige -  Features. So lassen sich den Bild oder Textboxen eigene Stile zuordnen, Boxen können kopiert werden, Bilder können mit Schablonen eingefügt werden, es besteht die Möglichkeit der Seitennummierung usw. Zur Kontrolle kann man bei Designer 2.0 eine Vorschau des Fotobuchs als pdf-Datei erstellen. Theoretisch kann man diese dann sogar zum download ins Internet stellen.
Das Erstellen des Fotobuchs dauerte knapp eine Woche und machte richtig Spaß. Als besonders Vorteilhaft sah ich die Möglichkeit, Bilder als Hintergrund für Doppelseiten zu verwenden. Manche Motive wirken erst so richtig, wenn man sie in 60 cm x 30 cm sieht. Letztendlich verwendete ich 460 Bilder in den verschiedensten Größen. Den Text übernahm ich weitgehend aus dem Reisebericht der Homepage. Das Buch wurde dann doch 146 Seiten stark.

fotobuch3.jpg Die Fotobuch-Datei wird für die Auftragserteilung komprimiert und verschlüsselt. Man kann die Datei über das Internet verschicken. Ich wählte aber den Postweg und schickte eine CD mit ca. 170 Mb an fotoshop.de.

Zwei Tage später bekam ich eine Eingangsbestätigungs-Email und nach einer Woche die Mitteilung, dass mein Buch an DHL übergeben wurde.Nach neun Tagen hielt ich das Buch dann in Händen. Es kostete übrigens 137 Euro und ist wohl unser teuerstes Buch - aber auch das Beste! Qualitativ absolut Spitze - sehr festes Papier, gute Farben und eine saubere Bindung incl. Hardcover.

fotobuch4.jpg Der Preis relativiert sich meiner Meinung auch wieder, wenn man nur einfach 146 Bilder im Format 20 cm x 30 cm bestellt, sind das auch schon rund 75 Euro (bei aldi-Foto) und man hat keine Rahmen bzw. soviel Platz an der Wand. Rechnet man 460 Bilder im Format 13 cm x 18 cm so sind es rund 70 Euro und man hat dann noch kein Album und noch nichts beschriftet.

Für mich war dies übrigens nicht das letzte Fotobuch! Ich bin schon dabei meine Bilder auf dem PC zu kategorisieren, um demnächst Bücher nach verschiedensten Themengebieten anzufertigen.  ..und wenn ich sie nur als pdf-Datei zum download anbiete!

Kommentare  

+1 #1 RE: Wohin mit den vielen Bildern? Erstes Fotobuch fertig!Manfred D. 2011-07-21 01:31
Hallo Wiolfried,

habe ebenfalls wie Du schon Fotobücher mit Aldi- und Cewe-Software gestaltet und ich muss Dir recht geben Desingner 2.0 ist wesentlich besser. Habe gerade fast eine Stunde lang mir die Viedeos angesehen. Ich werde auch zukünftig damit arbeiten. Ein weiteres mal habe ich Dir zu danken.

Gruß Manfred

Jetzt muss ich aber zu Bett :zzz y
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