Auf den Lofoten

Wir fuhren noch von der Fähre herunter und direkt auf den Campingplatz von Moskenes. Während ich mit dem Hund schon eine Runde über den Lofotenboden ging, sah ich die Fähre wieder in Richtung Festland am grauen Himmel verschwinden. Wir waren auf den Lofoten und jetzt musste nur noch das Wetter besser werden.

In der Nacht wachte ich immer wieder durch das Prasseln von Regentropfen auf das Wohnmobildach auf. Dabei fiel mir ein, dass ich im Norwegenfreunde-Forum gelesen hatte, dass es schon mal einen ganzen Monat gab, in dem man auf den Lofoten keine Sonne gesehen hat; und das war nicht im Winter. Auf jeden Fall war der Himmel am nächsten Morgen immer noch grau und es regnete zwischenzeitlich.

Da wir im letzten Jahr die Museen auf Grund des schönen Wetters ausgelassen hatten, blieben sie uns in diesem Jahr für schlechte Tage. Um das zu überprüfen verließen wir Moskenes-Camping und fuhren zur Touristeninformation am Fähranleger. Hier holte ich mir den Wetterbericht für die nächsten Tage. Heute sollte es bewölkt bleiben, aber für morgen war Regen angesagt...und danach auch nicht viel besser.

Für größeres Bild bitte klicken!Wir verschoben die Museen auf morgen und wollten heute das relativ gute Wetter für Spaziergänge nutzen. So fuhren wir nach Sørvågen. Hier befinden sich ein Funkmast und ein Leuchtturm. Auch sie hatten wir im letzten Jahr ausgelassen. Da es aktuell mal nicht regnete und der Hund sowieso Auslauf brauchte, zogen wir unser Regenzeug an und marschierten zunächst zum Funkturm. Der Weg war relativ einfach zu finden. Das letzte Stück ging es über eine Treppe hoch. Von dort hat man einen schönen Blick nach Å auf der einen und Moskenes auf der anderen Seite. Der Weg zum Leuchtturm war nicht ganz so einfach, da man zum Teil über Privatgrundstücke musste. Als wir dort ankamen, waren wir nicht allein. Ein Mann führte seinen Schäferhund spazieren. Nur Giovanni und er mochten sich nicht besonders. Der Mann erzählte uns dann noch etwas über die Geschichte des Leuchtturms und ging dann zu dem Haus hinüber. Offensichtlich wohnte er dort. Wir hatten auf jeden Fall Glück und konnten von dort das Einlaufen der Mittagsfähre beobachten. Bis auf ein paar Tropfen blieb es auch trocken.

Als wir nach Å kamen, war es ebenfalls noch trocken, sodass ich mit Giovanni versuchte um den See zu wandern. Allerdings kamen wir nur bis zur Hälfte. Dort sind steile Stellen mit Ketten gesichert, die für mich zwar keins, für Giovanni aber ein großes Hindernis darstellten. Also umdrehen und zum Auto zurück, wo Ulrike schon mit Kaffee und Kuchen auf uns wartete.

Für größeres Bild bitte klicken!Da das Wetter immer noch relativ stabil grau, aber trocken war, beschlossen wir, die Museen auf Morgen zu verschieben und fuhren stattdessen nach Fredvang auf die andere Seite der Insel. Dort gibt es einen schönen Sandstrand (für Giovanni). Unterwegs hielten wir in Sakrisoy an der Fischfabrik und kauften ein paar Leckereien für das Abendessen.

Am Strand waren wir (wie erwartet) ganz allein. Giovanni konnte laufen und toben soviel er wollte. Seine Spuren waren nachher überall im Sand. Nach einer guten Stunde war er müde.

Für größeres Bild bitte klicken!Als Übernachtungsplatz hatten wir uns den Parkplatz an der E10 vor Hamnøy, den wir schon vom letzten Jahr kannten, ausgeguckt. Auf diesem Parkplatz soll sich auch eine Skulptur des Projektes Skulpturlandschaft Nordland befinden. Dies ist ein internationales Kunstprojekt, zu dem Künstler aus 15 Ländern eingeladen wurden. Die Skulpturen sind permanent in der Landschaft der gesamten Region Nordland aufgestellt. Das Projekt geht von dem Gedanken aus, dass ein Kunstwerk durch sein Vorhandensein einen eigenständigen Ort schafft und auch die jeweilige Umgebung anschaulicher macht. Fünf der sechs Gemeinden auf den Lofoten beteiligen sich an diesem Projekt. Allerdings ist es mir sowohl an diesem Abend als auch am nächsten Morgen nicht gelungen, die Figur vor der Höhle zu finden. Auch deshalb müssen wir irgendwann noch einmal nach Moskenes.

Für größeres Bild bitte klicken!Ach so, da es nur knapp 7°C waren, haben wir uns erlaubt, die Heizung im Wohnmobil anzumachen. Am nächsten Tag bekam ich auch mein obligatorisches Abenteuer mit einem Bankautomaten. Als ich in Reine Geld holen wollte, gab mir die Kiste auch artig meine Karte wieder, zählte hörbar das Geld und meldete dann einen technischen Fehler. Nix Geld! Die Verkäuferin des Geschäftes, in dem der Automat stand, meinte, das seinen Probleme mit der Telefonleitung und das passiere hier öfters. Da auch zwei einheimische Kundinnen kein Geld bekamen beließ ich es dabei und holte mir mein Geld am Nachmittag.

Das Trockenfischmuseum von ÅAuf dem Weg nach Å fuhren wir an dem Reinebriggen vorbei. Eigentlich wollte ich diesen Berg in diesem Jahr besteigen. Von oben soll man eine tolle Aussicht auf den Reinefjorden haben. Nur wenn man von unten nicht mal den Gipfel sieht, wird man von oben auch nichts sehen. Aber wir hatten ja noch unsere Museen. Zunächst besuchten wir das einzigste Stockfischmuseum der Welt. Der Besitzer war sehr sprachgewandt und lustig. Er begrüßte die Gäste besonders herzlich und erzählte uns einiges über den Stockfisch. So erfuhren wir auch, dass die Gestelle in diesem Jahr zum größten Teil schon geleert waren, weil das Wetter im April / Mai sehr warm war und der Fisch besser als sonst trocknete. Auch bestätigte er Für größeres Bild bitte klicken!unsere Beobachtung, dass in diesem Jahr mehr Schnee auf den Bergen lag, als im letzten Jahr. Im vergangenen Winter hatte es in den Bergen sehr viel mehr geschneit. Es gab in dem Museum aber auch einiges zu sehen. In einem Film erfuhren wir grundsätzliches über den Fischfang und die Verarbeitung auf den Lofoten. Dann konnten wir uns die Geräte und Methoden zur Verarbeitung auf zwei Etagen anschauen. Wer wollte konnte auch eine Tasse Kaffee trinken und einen Keks essen. Aber nur einen, sonst biss der Fisch zu.

Für größeres Bild bitte klicken!Im Fischereimuseum erfuhren wir dann einiges über das Leben und die Arbeit der Fischer auf den Lofoten. Wir besichtigten das Wohnhaus einer Fischerfamilie. Dabei kamen mir einige Geräte bekannt vor. Solch eine Strickmaschine hatte meine Mutter früher auch. Ebenso wie einige Haushaltsmaschinen der frühen 50er Jahre. An Einrichtung und Ausstattung der Zimmer erkannte man schon, dass die Bewohner damals in vielen Dingen Selbstversorger waren bzw. sich durch andere Tätigkeiten ein Zubrot verdienten. In den Werkstätten sahen wir dann Geräte und Methoden des Für größeres Bild bitte klicken!Fischfangs. In der alten Trankocherei nahm ich natürlich einen Löffel „Möllers Tran" - und schon war er wieder da, der Geschmack an die Pastillen aus der Kindheit.

Wir schlenderten noch etwas durch Å und ich machte ein paar Fotos. Die Motive hatte ich im letzen Jahr schon mal aufgenommen. Nur damals schien die Sonne und heute war es bedeckt. Ebenso ging es uns anschließend in Hamnøy. Bilder mit Schiffen in der Sonne hat ja jeder.

Für größeres Bild bitte klicken!Für die Nacht hatten wir uns den Campingplatz "Ramberg Gjestegård" in Ramberg ausgeguckt. Auf dem Weg dorthin besuchten wir noch die Skulptur „Epitath" von Toshikatsu Endo aus Japan. Dieser zylinderförmige Natursteinhaufen soll die ewige Gesetzmäßigkeiten eines Zeitbegriffs symbolisieren. Auf jeden Fall haben wir die Skulptur gefunden. Ulrike war von einem Findling im Feld wesentlich mehr begeistert.

Auf dem Campingplatz ging ich mal wieder ins Internet und damit nahm meine Geschichte vom Bankautomaten ihre Fortsetzung. Die Buchung vom Vormittag war zur Zahlung vorgemerkt, obwohl ich kein Geld bekommen hatte. Am nächsten Tag ließ ich mir auf dem Campingplatz einen Ausdruck vom Kontoauszug machen und wir fuhren nochmals nach Reine um die Geschichte abzuklären. Schließlich ging es um 330 Euro. Für größeres Bild bitte klicken!Im Laden hatte man mit dem Automaten nichts zutun. Aber glücklicherweise war heute Dienstag und das Büro der Sparkasse hatte für ein paar Stunden geöffnet. Der freundliche Mitarbeiter verstand auch was wir wollten und konnte an seinem PC nachvollziehen, dass der Automat mir kein Geld ausgezahlt hatte. Für größeres Bild bitte klicken!Er versprach, die Buchung zu stornieren, was letztlich auch klappte.

Die wiederholte Fahrt nach Reine hatte aber auch einen Vorteil. Wir kamen wieder an der Fischfabrik in Sakrisoy vorbei und deckten uns für den Tag mit Fisch ein. Der Himmel war immer noch bedeckt und wir hatten die Wanderung auf den Reinebriggen für dieses Jahr abgeschrieben. So beschlossen wir heute, die Insel Vestvågøy auf der Küstenstraße zu umrunden, jedenfalls zum Teil.

Für größeres Bild bitte klicken!Bei Flakstad befindet sich ebenfalls ein langer Sandstrand. Da sich der Himmel zeitweise öffnete und einige blaue Stellen durchkamen, nutzten wir die Gelegenheit zu einem weiteren Standspaziergang. Im Laufe des Tages wurden die blauen Löcher in den Wolken immer größer. Zeitweilig kam auch die Sonne durch. Manchmal regnete es zwischendurch aber auch mal wieder kräftig. Dies hatte zur Folge, dass wir ein paar schöne Lichtspiele bis hin zum Regenbogen sahen.

Für größeres Bild bitte klicken!In Leknes verließen wir die E10 und bogen auf die Rv815. Hier steigt die Straße zunächst steil an. Man überfährt einen Gebirgszug und hat von oben einen schönen Ausblick auf Leknes und Gravdal. Auf der andern Seite des Gebirges liegt Stamsund. Wir hatten das Glück, das Einlaufen der Hurtigruten zu beobachten. Die „Kong Harald" hatten wir im letzten Jahr schon einmal im Raftsund gesehen. Bemerkenswert war, wie das große Schiff relativ schnell in den Hafen fuhr und vor dem Anlegen mal schnell drehte. Da merkt man die Routine.

Die anschließende Fahrt mit dem Wohnmobil über die Küstenstraße an der Südostseite von Vestvågøy war ein Erlebnis. Wir fuhren mit Tempo 60 im 4. Gang gemütlich über die kurvenreiche Straße. Kaum Verkehr, dafür aber immer wieder tolle Ausblicke auf das Meer, die vorgelagerten Schären und das Gebirge im Hintergrund. Der Himmel tat seinen Beitrag und ließ zwischendurch die Sonne erstrahlen. Der einzigste Nachteil war, dass es kaum Parkplätze gab und somit kaum Bilder geschossen wurden.

Für größeres Bild bitte klicken!Da die, wenn auch geringe, Aussicht auf Mitternachtssonne bestand, beschlossen wir, den Stellplatz in Eggum anzufahren. Über die E10 fuhren wir quasi wieder zurück bis kurz vor Borg und bogen dann auf die Straße nach Eggum. Als wir um 21:00 Uhr dort ankamen war es ziemlich voll und die besten Plätze (mit Nordblick) schon belegt. Bemerkenswert fand ich nur, dass es Leute gibt, denen ihre Mitmenschen egal sind. So stand ein großer Dethleffs längs auf zwei Stellplätzen, nur um die Windschutzscheibe nach Norden zu haben. Wir stellten uns direkt dahinter quer. Sollte die Mitternachtssonne zu sehen sein, würde ich eh an den Strand gehen und nicht im Auto sitzen bleiben. Und so kam es auch. Mitternachtssonne ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber im Vergleich zu den grauen „Nächten" der letzten Tage kamen heute schon mal ein paar Sonnenstrahlen durch. Ich schnappte mir also die Canon und das Stativ und begab mich an den Strand. Es war auf jeden Fall schon mal ein Anfang. Ich bekam wenigstens ein paar Strahlen zu sehen. Vielleicht klappte es in diesem Urlaub ja doch noch mit der Mitternachtssonne.

Für größeres Bild bitte klicken!Am nächsten Morgen war der Himmel zwar noch immer bewölkt, aber es sah auf jeden Fall nicht mehr nach Regen aus. Nach dem Frühstück machten wir einen Spaziergang zum „Kopf". Das ist ebenfalls ein Kunstwerk der Skulpturlandschaft. Der Kopf wurde vom Schweizer Markus Raetz aus Eisen und Granit geschaffen und verändert seine Form und damit auch den Ausdruck sechzehnmal. Je nach Standort ist der Kopf mal ein klassisches Portrait und steht dann an anderer Stelle auf dem Kopf. Wie wir uns aber auch stellten, es gelang uns nicht, alle 16 Ausdrücke zu erkennen - auch hierhin müssen wir noch einmal wiederkommen. Während wir uns für den Kopf interessierten hatte Giovanni ganz was anderes im Sinn: er sah nur Schafe. Sch... Leine!

Für größeres Bild bitte klicken!Wir setzten den Tag mit einem Besuch im Wikinger Museum von Borg fort. Hier ist neben der Fundstelle ein Häuptlingshaus originalgetreu nachgebaut. Junge Leute arbeiten und leben hier und geben so einen Einblick in das Leben der Wikinger. Eine Ausstellung und Schautafeln ergänzen die Informationen. Zum Museum gehört auch der Nachbau eines Wikinger-Schiffs. Es liegt unterhalb des Museums an einem See. Der Weg dorthin führt an der modernen Kirche von Borg vorbei. IWikingerschiff in Borgn gewisser Beziehung ist sie das Interessante an dem Spaziergang zum Boot. Man geht einmal um die Kirche herum und kann sie von allen Seiten betrachten. Einmal sieht sie aus wie eine Skispringschanze. Vielleicht hatten wir ja heute auch zuviel Kopf gesehen.

Nach dem Museum stand die Umrundung der Insel Gimsøy auf dem Programm. Diese kleinste der auf der Tour liegenden Lofoten-Inseln wird von der E10 nur kurz gestreift. Die Insel unterscheidet sich mit ihrer Moorlandschaft und dem etwas außerhalb stehenden Berg Hoven von den übrigen Inseln. In Gimsøy, dem Hauptort der Insel befindet sich eine kleine Kirche, die mit Stahlseilen am Boden befestigt ist, damit der Wind sie nicht wegbläst. Leider wurde gerade das Dach erneuert, sodass die Kirche eingerüstet war und wir für schöne Fotos irgendwann noch einmal wiederkommen müssen. Dafür war das Wetter aber umgeschlagen. Strahlend blauer Himmel ließ auf eine schöne Mitternachtssonne hoffen. Neben dem Golfplatz fanden wir in Hov einen kleinen Campingplatz, der uns vom Auto aus einen schönen Blick auf das Meer bot - und dann auch noch nach Norden.

Dort standen bereits zwei Wohnmobile in der ersten Reihe. Ich stellte mich so zwischen die beiden Fahrzeuge, dass noch ein weiteres Fahrzeug Platz gehabt hätte. Da kam der Besitzer des einen (deutschen) Wohnmobils und fragte mich, ob ich nicht wüsste, dass man hier mit 10 m Abstand stehen muss. Ich fiel bald hinten rüber, parkte unser Wohnmobil zwei Meter weiter zu den Norwegern und dachte nur „das sind dann die Leute, die während der Fahrt jedes entgegenkommende Wohnmobil grüßen".

Für größeres Bild bitte klicken!Vor dem Abendessen unternahmen Giovanni und ich eine kleine Wanderung auf den Hoven, den 368m hohen Bergklotz, der als Landmarke zwischen Meer und Moor aufragt. Der Weg war nicht sehr anstrengend und nach knapp einer Stunde hatten wir den Gipfel erreicht. Oben konnte ich dann sehr schöne Panoramafotos machen. Der Aufstieg hatte sich auf alle Fälle gelohnt und es war kaum eine Wolke am Himmel. Mitternacht konnte kommen.

Für größeres Bild bitte klicken!Gegen 23:00 Uhr schnappte ich mir Giovanni und begab mich auf die Suche nach geeigneten Motiven. Zunächst fotografierte ich von einem kleinen Hügel auf Meer und Campingplatz. Dann ging ich runter zum Strand. Das war natürlich was für unseren Hund. Wellenbeißen im Schein der Mitternachtssonne - ich hatte ein Motiv. Um 1:30 Uhr machte ich die letzten Bilder und legte mich zufrieden ins Bett. Dass sich das Wetter so ändern würde, hätte ich vor zwei Tagen nicht gedacht. Aber das war das Licht, deswegen wir hier hoch kamen. Das muss man einfach gesehen haben. Das macht süchtig!

Für größeres Bild bitte klicken!Am nächsten Morgen beendeten wir unsere Inselumrundung, nicht ohne noch ein paar schöne Bilder von der Moorlandschaft gemacht zu haben. Kurz hinter der Brücke nach Austvågøy befindet sich am alten Fähranleger ein weiteres Kunstwerk in der Landschaft. Es stammt von dem Amerikaner Dan Graham und hat keinen Titel. Es besteht aus einem Pavillon mit Glas und Spiegelwänden, die das Licht teilweise durchscheinen oder reflektieren lassen. Das Werk soll die Rolle des Betrachters bei der Begegnung mit dem Kunstwerk klären. Das ist Graham auch sehr gut gelungen. Auf jeden Fall waren wir Bestandteil des Kunstwerks und der Landschaft.

Für größeres Bild bitte klicken!Nach soviel Landschaftskunst hatten wir Lust auf richtige Landschaft. Am See Hopsvatnet parkten wir unseren Hobby 600 und machten eine Wanderung auf den Glomfinden. Die Strecke ist nicht sonderlich schwer. Zunächst folgt man der alten Passstraße. Dann wird es etwas steiler, aber schließlich wird man mit einer schönen Aussicht auf Kabelvåg belohnt. Aber gegen zwei junge Damen, die im Laufschritt den Berg rauf und runter liefen, waren wir Waisenknaben. Übrigens hatte ich hier schon eine kurze Hose an.

Für größeres Bild bitte klicken!Die nächste Station war Svolvær, der Hauptort der Lofoten. Neben einkaufen und tanken stand hier ein Besuch von Magic Ice auf dem Programm. In einem Lagerhaus am Hafen sind in einer 500 m2 großen Kühlhalle Kunstwerke aus Eis aufgestellt. Stimmungsvoll Musik und Lichteffekte geben dem Raum eine besondere Stimmung. Mit einem wärmenden Poncho bekleidet - ich hatte ja immer noch kurze Hose und T-Shirt an - betrachteten wir die aus Eis geformten Motive. Natürlich standen auch hier die Lofoten im Mittelpunkt. Lebensgroße Fischer in einem Nordlandboot, Robben, Seeadler und andere Vögel sind hier nachgebildet.

Magic Ice liegt direkt neben dem Hurtigruten-Kai und als wir es verließen, machten uns die ankommenden Reisebusse auf das bevorstehende Einlaufen des Postschiffs aufmerksam. Natürlich wollten wir uns das Schauspiel nicht entgehen lassen und sahen der „Richard White" beim Einlaufen zu. Als wir sie vor fünf Tagen in Bodø gesehen hatten, war sie nordwärts unterwegs. Heute kam sie auf dem Weg nach Bergen südwärts zurück. Wir sahen noch, wie die Passagiere von einem Chor begrüßt wurden. Das Schiff lag eineinhalb Stunden in Svolvær. Viele Passagiere nutzten die Zeit für einen Besuch von Magic Ice.

Für größeres Bild bitte klicken!

Wir setzten unsere Fahrt über die E10 weiter fort. Bei Sildpolen musste ich natürlich einen Fotostopp einlegen und die berühmte Kirche abspeichern. In Fiskebøl verließen wir die Lofoten und fuhren mit der Fähre auf die Vesterålen. Bis im Dezember 2007 die Tunnelverbindung fertig gestellt war, führte die E10 hier lang. In Melbu fuhren wir aber nicht über diese Straße, sondern wählten die Alternativroute entlang der Süd-West-Nord-Küste der Insel Hadsel.

Kommentare  

+1 #3 Nachschlag LofotenGerd Rafalski 2013-12-22 13:26
Hoy Wilfried
Super Bericht, Tourendaten, gute Tips.
Das ist genau was ich brauche. Wir wollen 2014 nach den Lofoten, sind aber absolute Neulinge. Somit für jeden Tip dankbar. Mach weiter so.
Liebe Grüsse aus der Schweiz. Gerd
+3 #2 RE: Lofoten 2009 ...Nachschlag geholtMagnar 2009-07-31 21:17
Hallo Wilfried,
habe Deinen Bericht mit Interesse gelesen. Mann könnte ihn fast als Navi-Ersatz nehmen, so ausführlich ist er.
Ich bleibe hier auf der E6 und lasse mich so langsam Richtung Alesund treiben, dann geht es irgendwie ohne große Planung bis zum 18.08.09 wieder Richtung Heimat.
Gruß aus Norwegen
Magnar - Camperf32 -
+4 #1 RE: Lofoten 2009 ...Nachschlag geholtmoni-kiel 2009-07-30 20:03
Moin Wilfried,
mal wieder ein Superbericht und tolle Bilder. Danke nochmal für den Tip mit CP Hov war super

Lieben Gruß Moni

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