Für größeres Bild bitte klicken!Ende August 2012 starteten wir mit dem Hobby 600 zu einer Tour durch den Osten der Republik. Hauptziel waren die Uckermark und die Mecklenburgische Seenplatte. Wir wollten uns die Naturlandschaft abseits der Hauptreiseziele einmal in Ruhe anschauen. Für Ausflüge hatten wir die Pedelecs und den Hundehänger dabei.

Für größeres Bild bitte klicken!Bei 35°C im Schatten fuhren wir über die A44 bis Kassel. Erstes Übernachtungsziel war Bad Sooden- Allendorf. Hier hatten wir 2011 unser Frühlingstreffen. Aber diesmal war der Stellplatz belegt: Erntedank- und Heimatfest. Allendorf war schön geschmückt und gut besucht.Für größeres Bild bitte klicken! Die Stadtverwaltung hatte aber am Sportplatz einen Ersatz- Stellplatz ausgewiesen. Giovanni konnte in der Werra schwimmen und wir über die Kirmes schlendern und Schaschlik essen.

Am nächsten Tag fuhren wir über die A28 bis Halle/Saale und dann über Landstraßen nach Torgau. Hier stellten wir uns auf den Parkplatz an die Elbe und genossen den Kuchen zum Kaffee, während sich Giovanni wieder abkühlen konnte.

Für größeres Bild bitte klicken!Für den Abend hatten wir uns Beeskow im Spreewald als Ziel ausgeguckt. Die Landstraße dorthin führte zum großen Teil durch dichte Wälder; viel Schatten an einem wieder sehr heißen Tag.

Für größeres Bild bitte klicken!Der Wohnmobilstellplatz an der Marina Beeskow ist schlecht ausgeschildert. Wir mussten zweimal nachfragen. Der Betreiber des örtlichen Campingplatzes ist wohl etwas neidisch und hat bei der Stadt veranlasst, dass die Hinweisschilder zur Marina entfernt wurden. So standen wir dann aber auch als einziges Wohnmobil in der Marina. Super WC-Gebäude mit Duschen – nur die Entsorgung war gewöhnungsbedürftig: Die Fäkalien wurden mit einem langen Schlauch aus der KassetteFür größeres Bild bitte klicken! gesaugt.

Wir blieben zwei Tage auf diesem Stellplatz und nutzen die Nähe zur Altstadt für kleinere Spaziergänge. Die Umgebung erkundeten wir mit den Rädern. Entlang der Spree gibt es einige Radwege Für größeres Bild bitte klicken!durch die Spreewiesen; z. T. allerdings unbefestigt. Dafür findet man einige schöne Rastplätze und kann die Boote beobachten … oder den Hund schwimmen lassen.

Bei Leißnitz mussten wir die Spree mit der einzigen Handseilzugfähre Brandenburgs überqueren. Für 2 € pro Person brachte uns der Fährmann mit Hilfe eines Hakens an das andere Ufer – einfachste Technik!

Der weitere Weg in die Uckermark führte uns Für größeres Bild bitte klicken!zunächst nach Eisenhüttenstadt. Hier habe ich als Kind einige Ferien verbracht. Aber ich erkannte außer den breiten Straßen nicht mehr viel wieder. Auffallend viele Plattenbauten standen leer und warteten auf den Abriss. Über Frankfurt/Oder fuhren wir nun an den südlichen Rand der Uckermark.


Unser nächstes Ziel war das Schiffshebewerk von Niederfinow. Janni hatte davon berichtet und kam extra aus Finnland hierher. Jetzt wissen wir auch warum.

Für größeres Bild bitte klicken!

Das 1934 in Betrieb genommene Schiffshebewerk Niederfinow ist das älteste noch arbeitende Schiffshebewerk Deutschlands. Es liegt am östlichen Ende des Oder-Havel-Kanals und überwindet den Höhenunterschied von 36 Metern.

Das Bauwerk ist ein Paradebeispiel der Ingenieurbaukunst in Deutschland und begeistert jeden „Techniker“. Zunächst informierten wir uns im Besucherzentrum über die Bedeutung der Binnenschifffahrt im Allgemeinen und das Bauwerk im Speziellen. Anschließend benutzen wir den Serpetinenweg um uns das Bauwerk von oben anzuschauen. Wir hatten Glück und konnten das „Senken“ eines modernen Schubverbandes beobachten. Da der Trog für den Verband zu klein war, musste der Schubverband geteilt und einzeln abgesenkt werden.

Damit dies zukünftig nicht mehr erforderlich ist, wird seit 2009 ein neues, größeres Schiffshebewerk gebaut. Im Besucherzentrum ist es auf dem Modell schon fertig. In Natura kann man sich von oben ein Bild vom aktuellen Stand der Bauarbeiten machen. 2014 soll das neue Hebewerk fertig sein. Dann können die Schubverbände auch in einem Rutsch befördert werden.

  • Modell der Schiffshebewerke NiederfinowModell der Schiffshebewerke Niederfinow
  • Schiffshebewerk NiederfinowSchiffshebewerk Niederfinow
  • Schiffshebewerk NiederfinowSchiffshebewerk Niederfinow
  • Baustelle Neues Schiffshebewerk NiederfinowBaustelle Neues Schiffshebewerk Niederfinow
  • Schiffshebewerk NiederfinowSchiffshebewerk Niederfinow

  • Schiffshebewerk NiederfinowSchiffshebewerk Niederfinow

Natürlich ist das Bauwerk auch eine Touristenattraktion und so überrascht es auch nicht, dass der große Besucherparkplatz für Wohnmobile zum Übernachten freigegeben ist. So konnten wir den Betrieb auch in der Nacht beobachten.Für größeres Bild bitte klicken!

Am nächsten Morgen fuhren wir zu nächst nach Oderberg. Ein Spaziergang durch den Ort zeigte uns eine aussterbende Stadt. Leerstände und schlechte Bausubstanz lassen nicht gerade auf eine rosige Zukunft deuten.

Anders sieht es da in unserem nächsten Ziel aus: Angermünde. Diese Stadt ist sehr gut renoviert. Besonders der Marktplatz mit dem Rathaus hat uns beeindruckt. Aber auch die Stadtmauer und der Rundweg sind einen Für größeres Bild bitte klicken!Spaziergang wert. Hier sieht man, das Geld geflossen ist. Möglicherweise liegt es ja an dem Landtagsabgeordneten. Der heißt zufällig Matthias Platzeck und ist Ministerpräsident von Brandenburg.

Für größeres Bild bitte klicken!Nach ein paar Einkäufen verließen wir aber Angermünde fürs Erste und fuhren nach Lunow- Stolzenhagen. Hier quartierten wir uns auf einem kleinen Stellplatz am der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße, einem Kanal parallel zur Oder.

Für größeres Bild bitte klicken!Von diesem Platz aus unternahmen wir Spaziergänge durch den Nationalpark Unteres Odertal. Natürlich sahen und hörten wir jede Menge Kraniche und andere Vögel. Eine Radtour führte uns an Burg Stolpe vorbei nach Criewen zum Nationalpark-Informationszentrum und an der Oder entlang wieder zurück zum Stellplatz. Glücklicherweise war es nicht mehr ganz so heiß, wie in den Tagen zuvor.

DSCF9568_Panorama_Oder

Nach zwei Tagen verließen wir Stolzenhagen; wir mussten Einkaufen. Ohne Auto ist man hier aufgeschmissen. Viele Dörfer haben keine Einkaufsmöglichkeiten mehr. Einmal täglich kommt ein mobiler Bäcker und wenn man den verpasst, dann muss man ca. 20 km in den nächsten größeren Ort.


Für größeres Bild bitte klicken!Unser Zielort war wieder Angermünde. Aber vorher wollten wir noch nach Brodowin und zum Kloster Chorin. Über schmale, zum Teil mit Kopfsteinpflaster versehene Straßen tuckerten wir durch die Landschaft. Immer an die Teller und Tassen in den Schränken denkend (sind zum Glück aber aus Plastik). Brodowin wird auch als Ökodorf bezeichnet. Hier wird biologisch-dynamischer Landbau betrieben. Wir haben es nur an dem großen Hofladen gemerkt. Dafür war der Dorfkern mit den parallelen Straßen und dem Grünstreifen mit der Kirche beeindruckender.

Für größeres Bild bitte klicken!In der Nähe von Chorin fanden wir einen Parkplatz am Choriner See. Von hier aus haben wir den See umwandert und die zahlreichen Badestellen (für Giovanni) genutzt. In der Nähe des Klosters wurde es ziemlich voll. Man konnte meinen, in Berlin zu sein - fast nur Fahrzeuge mit B-Kennzeichen. Beim Kloster wussten wir auch warum: Es war Sonntag und im Kloster fand ein Sommerkonzert statt. Man konnte im Klostergarten sitzen und der klassischen Musik lauschen. Da störte es auch fast gar nicht, dass man von der Klosterfassade nicht viel sah, da sie gerade eingerüstet war und saniert wurde.

Für größeres Bild bitte klicken!Gegen Abend fuhren wir nach Angermünde auf den kostenlosen Wohnmobilstellplatz an der Stadtmauer. In einem Restaurant mit Seeblick lecker Fisch gegessen und schon war die erste Urlaubswoche Geschichte.

Für größeres Bild bitte klicken!Am nächsten Tag quälte mich der Rücken. Einmal falsch bewegt und dann hat man ein paar Tage etwa davon. Irgendwie passierte mir das in jungen Jahren nicht. Es gibt aber – neben Tabletten – ein paar Wundermittel. Eins davon ist Bewegung in warmem Wasser. Da wir sowieso nach Templin wollten, steuerten wir dort die Therme an. Praktischerweise befinden sich auf dem Parkplatz der Therme auch 6 ausgewiesene Wohnmobilstellplätze. Wir belegten den ganz rechten und ich ging erst einmal meinen Rücken verwöhnen.

Für größeres Bild bitte klicken!Als ich wiederkam hatten wir eine Begegnung der anderen Art: Ein Hymer kam, hielt mit laufendem Motor vor unserem Wohnmobil und fragte, wann wir denn wegführen. Er wollte auf unseren Platz, damit seine Frau besser die Handtücher trocknen könne. Als wir sagten, dass wir gerade erst gekommen seien und mindestens über Nacht blieben, stellte er sich – obwohl alle anderen Plätze frei waren – so dicht an unseren Hobby, dass wir durch die geöffneten Fenster jedes Wort, das sie sprachen, verstanden.

Für größeres Bild bitte klicken!Wir beschlossen am nächsten Morgen erst einmal mit den Rädern nach Templin zu fahren. Als unser Nachbar das sah, kam er sofort wieder an, wann wir denn wegführen…. Der Weg nach Templin führte durch eine schöne Apfelsortenschau. Auf einer schönen Wiese waren ca. 100 verschiedene Apfelsorten gepflanzt. Von jeder Sorte gab es meist drei Bäume, für die Firmen oder Privatleute Patenschaften übernommen haben. …nette Idee!

Für größeres Bild bitte klicken!In Templin parkten wir unsere Räder am Busbahnhof und erkundeten die Stadt zu Fuß. Wir schlenderten an den schön restaurierten Häusern entlang zum See. Bei einem (Speise-)Eis beobachteten wir dort die Boote. Zurück führte unser Weg am Rathaus vorbei. Dort fand gerade ein Markt statt und wir hatten Gelegenheit die Produkte der Region zu bestaunen. Als wir zum Wohnmobil zurückkamen, wollte unser Nachbar natürlich sofort wieder wissen, wann wir denn weiter führen. …aber wir aßen in Ruhe unseren eingekauften Kuchen und dann erst ging es weiter. Im Rückspiegel sahen wir noch, wie Frau „Hymer“ ihren Wäscheständer auf den „warmen“ Platz unseres Hobby 600 trug.

Unser Weg führte uns nach Boitzenburg. Kurz hinter Templin ließ ich ein Foto von mir am Steuer des Hobby 600 machen. Für 30 € wurde es mir nach Hause geschickt; nur weil ich etwas zu schnell vor einer Kurve fuhr.

Für größeres Bild bitte klicken!Schloss Boitzenburg wird auch das „Neuschwanstein des Osten“ genannt. Wenn man die vielen Türme sieht, weiß man warum. Zum Glück (für uns; die Einheimischen sehen das bestimmt anders) gibt es hier aber nicht so viele Touristen. Nach einem Rundgang durch den Schlosspark folgten wir dem Wanderweg durch den Ort zur Klostermühle. Schade, dass in unmittelbarer Nähe des wunderbar restaurierten Für größeres Bild bitte klicken!Schlosses einige alte Häuser verfallen. Im Ort stehen ganze Straßenzüge leer. Hier sieht man die Problematik der Landflucht ganz deutlich. Die Arbeitsplätze in der Landwirtschaft sind zum Großteil durch Maschinen ersetzt. Für den Fremdenverkehr fehlt die Infrastruktur. Schön für uns – nicht so voll; aber für die Gesellschaft ein Problem.


Auf dem Weg von BoitzenburgFür größeres Bild bitte klicken! nach Fürstenberg/Havel fanden wir endlich das, was wir an Schweden so lieben: einen Rastplatz direkt an einem See. So konnte Giovanni mal wieder in aller Ruhe schwimmen. Entsprechend spät checkten wir am Abend auf dem Wohnmobilstellplatz an der Marina ein. Mit dem Rad fuhr ich in den Ort und besorgte uns Dönerteller.

Am nächsten Morgen musste ich auf der HundFür größeres Bild bitte klicken!erunde erst einmal die Gegend erkunden. Ein Panzer und eine Siedlung mit verlassenen Häusern fielen mir auf. Zunächst wusste ich noch nicht, was es damit auf sich hatte. Die Lösung bekam ich erst auf einer Radtour, die ich heute mal ohne Frau und Hund unternahm.

Für größeres Bild bitte klicken!In der Nähe des Stellplatzes liegt das ehemalige KZ Ravensrück. Hier kamen bis 1945 Zehntausende Frauen und Mädchen ums Leben. Bei der Besichtigung der Baracken und dem Lesen der Schautafeln wird man ganz nachdenklich. Bei der Siedlung, die ich am Morgen sah, handelt es sich um die SS- Wohnsiedlung. Der Panzer erinnert an die Rote Armee, die das Lager 1945 befreite und es zu DDR- Zeiten als Garnison nutzte. Für größeres Bild bitte klicken!Heute befindet sich neben der Gedenkstätte eine Jugendbegegnungsstätte auf dem Gelände. Auch ein Teil des Radweges nach Himmelpfort erinnert an das Lager. Hier lagen die Gleise, mit denen die Insassen in Viehtransportern „angeliefert“ wurden.

Für größeres Bild bitte klicken!In der Adventszeit nimmt Himmelpfort seine Rolle als Weihnachtspostamt wahr. Die vielen Briefe mit den Wünschen und Sorgen von Kindern aus aller Welt werden in der so genannten Schreibstube des Weihnachtsmannes im „Haus des Gastes“ beantwortet. Für größeres Bild bitte klicken!Davon war jetzt im Sommer natürlich nichts zu sehen. Dafür konnte ich viele Wasserfahrzeuge in der Schleuse und auf den angrenzenden Gewässern beobachten. Neben Segel- und Motorbooten sah ich hier viele Hausboote, die gemütlich dahinfuhren und deren Bewohner sich die Zeit mit angeln vertrieben. Bei Bredereiche kreuzte ich die Havel und fuhr auf der anderen Seite Für größeres Bild bitte klicken!wieder zurück. Kurz vor Fürstenberg wurde ich noch einmal an die NS-Zeit erinnert. Hier liegt die alte Eisenbahnfähre. Mit ihr wurden im Krieg u.a. Gefangene aus dem KZ zur Arbeit in die Munitionsfabrik auf die andere Havelseite transportiert.

Unser nächstes Ziel war die Mecklenburgische Seenplatte.Für größeres Bild bitte klicken! Zunächst steuerten wir Röbel an und erkundeten die Gegend. Der Stellplatz am Jachthafen war sehr voll und auch weit vom Ortskern entfernt. Wir schauten zwei einheimischen Figuren zu und fuhren weiter nach Waren / Müritz.

Für größeres Bild bitte klicken!Dort suchten wir den Stellplatz Blumen und parken auf. Bei der Anmeldung sagte man uns, das wir in der Nacht mit Baustellenlärm rechne müssten. „Kann ja nicht so schlimm sein“ dachte ich und wir gingen erst einmal in die Stadt. Dort war es sehr voll. An Hafen fanden wir eine Eisdiele und beobachteten die vielen Boote. Leider war der Ort für den Hund nicht so ideal. Nirgends kam er ans Wasser – alles war privat.

  • Waren/MritzWaren/Mritz
  • Waren/MritzWaren/Mritz
  • BauzugBauzug
  • Fassadenmalerei in Waren/MritzFassadenmalerei in Waren/Mritz
  • Fassadenmalerei in Waren/MritzFassadenmalerei in Waren/Mritz

Die Nacht war fürchterlich. Neben dem Stellplatz befindet sich eine Bahnlinie. Tagsüber hörte man die Züge kaum. Aber in der Nacht wurde das Gleisbett erneuert. Zu dem Lärm der Maschinen kamen die regelmäßigen Signale, wenn sich auf dem Nachbargleis ein Zug näherte. Auf jeden Fall musste ich mir am nächsten Morgen erst einmal den Bauzug aus nächster Nähe anschauen. Danach konnte ich in der Innenstadt auch ein paar Häuserfassaden fotografieren, die am Vortag auf Grund der vielen Passanten verdeckt waren.

Für größeres Bild bitte klicken!Wir verließen Waren und fuhren über Nebenstraßen durch den Nationalpark nach Ivenack. Hier stehen in einem Tierpark über 1000 Jahre alte Eichen. Unvorstellbar, was die alles schon erlebt haben. Wir umrundeten den Für größeres Bild bitte klicken!Ivenacker See und kamen an dem Schloss und einigen alten Herrenhäusern vorbei. Aber auch hier erinnern sie an bessere Zeiten. Heute kann man das eine oder andere Herrenhaus bestimmt für einen Euro kaufen.


Nach den vielen Seen und Flüssen hatten wir nun Lust aufs Meer bekommen. Im Forum hatten wir einige Tipps zu ruhigen Stellplätzen auf der Insel Usedom bekommen. Es ist schon später Nachmittag, als wir auf dem kleinen Stellplatz am Yachthafen in Netzelkow am Achterwasser ankamen. Die 3 Stellplätze mit Wasserblick auf der Platte waren natürlich schon belegt. Wir stellten uns hinter den Deich auf die Wiese und bezahlten im Restaurantschiff 1 € pro Meter Fahrzeuglänge, so wie es bei Yachten üblich ist. Für größeres Bild bitte klicken!Mit dem Hund erkundete ich die Umgebung und entdeckte Ölförderanlagen. Ich war erstaunt. Damit hatte ich nicht gerechnet: Ölförderung mitten im Naturschutzgebiet. Am nächsten Tag fuhren wir mit den Rädern nach Zinnowitz. Der „offizielle“ Radweg führte über Spurplattenwege durch Wiesen, Felder und einen Wald. Ich hatte nicht den Eindruck, dass er viel benutzt wurde. Zu oft mussten wir den Brennnesseln ausweichen.

 

In Zinnowitz besuchten wir zunächst den Strand. Die Seebrücke mit der Taucherglocke war bei unserem letzten Besuch (Anfang der 1990er) noch nicht vorhanden. Natürlich gab es hier auch einen Hundestrand. Allerdings ganz weit hinten, neben dem FKK. Giovanni war es egal, er hatte eh nichts an. Wir besuchten dann noch einen Gauklermarkt und fuhren anschließend zum Stellplatz zurück. Diesmal allerdings über die Straße.

  • lfrderung im Naturschutzgebiet auf Usedomlfrderung im Naturschutzgebiet auf Usedom
  • Restaurantschiff Yachthafen NetzelkowRestaurantschiff Yachthafen Netzelkow
  • Stellplatz Yachthafen NetzelkowStellplatz Yachthafen Netzelkow
  • Dorfkirche NetzelkowDorfkirche Netzelkow
  • Giovanni im AchterwasserGiovanni im Achterwasser

  • Radtour nach ZinnowitzRadtour nach Zinnowitz
  • Seebrcke in ZinnowitzSeebrcke in Zinnowitz
  • Am Hundestran in ZinnowitzAm Hundestran in Zinnowitz

DSCF9816Am nächsten Tag, es war Sonntag, wechselten wir den Stellplatz. Da wir etwas Wäsche waschen mussten, suchten wir uns einen Campingplatz in Trassenheide. Für 29€/Nacht durften wir hier stehen; Dusche und Waschmaschine natürlich nicht inklusive. Dafür durften wir mit Giovanni auch wieder an den Hundestrand (und Für größeres Bild bitte klicken!auch wieder neben dem FKK). Besonders schön war dies am nächsten Morgen. Da hatten wir den Strand fast für uns ganz alleine und störten niemanden. Auf dem Weg zum Strand befand sich ein Toilettenhäuschen und das war, so wie auch viele Trafostationen auf Usedom, wunderbar bemalt.

Zu erwähnen ist noch, dass wir hier in Trassenheide den besten Fisch während unserer gesamten Reise gegessen hatten. Ein kleines Hotel. Der Wirt entschuldigte sich dafür, dass es etwas länger dauere, da er mit dem Koch alleine sei. Aber das Warten hatte sich wirklich gelohnt.

Das Ziel für den nächsten Tag hieß Peenemünde. Vor Jahren waren wir schon mal im Museum der Heeresversuchsanstalt Peenemünde und es hatte uns damals sehr gut gefallen. Manchmal soll man aber einfach Dinge so in Erinnerung behalten, wie man sie erlebt hat. Dieser zweite Besuch nach fast 20 Jahren hat mich maßlos enttäuscht. Der Schwerpunkt lag jetzt mehr auf der Geschichte. Interessant,  - aber irgendwie vermisste ich die Technik. Wir besuchten noch den Hafen mit einem alten russischen U-Boot, um danach zu unserem nächsten Stellplatz zu fahren.

  • Altes U-Boot in PeenemndeAltes U-Boot in Peenemnde
  • Altes U-Boot in PeenemndeAltes U-Boot in Peenemnde
  • PeenemndePeenemnde

Für größeres Bild bitte klicken!Aus dem Forum hatten wir wieder den Hinweis auf Kamminke am Stettiner Haff bekommen. Hier kann man auf einem Parkplatz unmittelbar am Wasser stehen. Wir fanden sogar noch einen Stellplatz in der ersten Reihe und konnten unmittelbar auf das Wasser schauen. Die Hunderunde entwickelte sich zwangsläufig zu einer Wasserrunde. Immer wieder Stöckchen suchen und ins Wasser werfen. Giovanni hatte seinen Spaß. Für größeres Bild bitte klicken!Besonders schön waren die Sonnenuntergänge (Mehrzahl, denn wir blieben zwei Tage).

Wir waren aber auch nicht weit von der Grenze entfernt. Bei dem Morgenspaziergang wechselten wir mal kurz auf die andere Seite des Torfkanals und waren in Polen. Natürlich kann man nicht auf Usedom gewesen sein, ohne Ahlbeck und Heringsdorf zu besuchen. Da unser Wohnmobil aber so schön am Wasser stand, fuhren wir mit den Rädern dort hin. Es gab zwei mögliche Wege: den hügeligen quer über die Insel  oder den flachen durch Polen. Klar, wir haben den flachen gewählt und konnten uns so auch einen kleine Eindruck von Swinemünde verschaffen.

Für größeres Bild bitte klicken!Als Nichtraucher und ohne polnisches Geld in der Tasche konnten wir beruhigt an den Polenmärkten vorbeifahren und uns unseren Teil denken. Ahlbeck haben wir auch nicht wieder erkannt. Die Seebrücke ist natürlich auch verlängert. Die Strandpromenade ist eine Autobahn für Radfahrer und wir fragten uns, wie voll es wohl erst zur Hauptsaison sei. Bei einem leckeren Eis beobachteten wir die Gäste im Ahlbecker Hof, um dann am Strand entlang zum Hafen von Swinemünde zu fahren. Ab der Grenze konnte man aber schon einen Unterschied erkennen. Man merkt, dass die Polen von uns keinen Aufbau Ost bekommen – abgesehen von den Errungenschaften der EU.

  • Grenze zu Polen bei KamminkeGrenze zu Polen bei Kamminke
  • Grenze zu Polen bei KamminkeGrenze zu Polen bei Kamminke
  • Seebrcke AhlbeckSeebrcke Ahlbeck
  • Am Strand von AhlbeckAm Strand von Ahlbeck
  • Bei KamminkeBei Kamminke

  • Stellplatz KamminkeStellplatz Kamminke

Für größeres Bild bitte klicken!Zurück auf unserem Stellplatz wurden wir Zeuge einer polnischen Filmhochzeit. Ein kleines Team dreht wohl Szenen für einen Liebesfilm. Zunächst musste das Pärchen am Strand knutschen. Anschließend wurden die Hochzeitskleider angezogen und die Knutschszenen wurden ganz in weiß wiederholt. So brauchten wir an diesem Abend keinen Fernseher (den haben wir im gesamten Urlaub übrigens auch nicht gebraucht).


Für größeres Bild bitte klicken!Am nächsten Tag verließen wir Usedom und wechselten zum Stellplatz von Mönkebude. Mit dem Wohnmobil musste man beim Entsorgen aufpassen, dass man nicht aus Versehen ins Wasser fuhr. Der Stellplatz war Teil eines Jachthafens und man musste auch hier die Infrastruktur der Schiffe mit benutzen.Für größeres Bild bitte klicken!Jedenfalls brauchten wir die Toilette nicht wieder mit einem Schlauch zu entsorgen. Vom Ort selber gibt es außer einem schönen Strand, der für Hunde natürlich gesperrt war, und einem Restaurant mit leckerem Fisch nicht viel zu berichten.

Unser nächstes Ziel war  Ueckermünde. Wir parkten unser Gespann am Hafen und schlenderten in die kleine, aber feine Altstadt; immer auf der Suche nach Fischbrötchen. Für größeres Bild bitte klicken!In einem alten Kutter wurden wir fündig und die Zwischenmahlzeit war gerettet.

Leider wurde es nun aber auch schon wieder Zeit, die Rückfahrt anzutreten. Wir fuhren noch einmal durch die Uckermark, an Berlin vorbei und steuerten für die Nacht den Stellplatz von Tangermünde an.Für größeres Bild bitte klicken! Auf Grund eines anstehenden Stadtfestes war ein Teil des Platzes mit Schaustellerfahrzeugen belegt. Dafür waren in der Stadt bzw. an der Elbe aber schon schöne Buden aufgebaut. Am nächsten Morgen bummelten wir Für größeres Bild bitte klicken!noch etwas durch die schöne Altstadt. Hier werden wir bestimmt noch einmal Station machen.

Letzte Station unserer Rundfahrt war der Harz. Dort besuchten wir den Reisemobilhafen von Braunlage. Aber nicht, um uns zu erholen; der eigentliche Grund war ein anderer: Hier soll unser nächstes Hobby 600 Treffen stattfinden und so konnten wir schon mal etwas die Gegend erkunden und am Programm feilen.Für größeres Bild bitte klicken!

Zwei Tage später ging es dann endgültig zurück in die Heimat. Über Landstraßen fuhren wir bis Warburg, um dann das letzte Stück auf der A44 zu fahren. Nach knapp drei Wochen und 2190 km erreichten wir wieder die heimatliche Garage. Wir haben viel gesehen, einiges erlebt, uns erholt und ….können jetzt mitreden, wenn von der Uckermark die Rede ist.

Kommentare  

+3 #1 Tolle ReiseSusanne 2014-06-22 09:14
Hallo!!!
Ich habe mir heute Ihre tolle Route angeschaut!!!

Es hat uns sehr inspiriert!!!
Vielen Dank für die tollen Beschreibungen!!
Wir werden, aufgrund Ihrer Anregungen, das eine oder andere Ziel in Erwägung ziehen!!
Vielen Dank und weiterhin allzeit Gute Fahrt!
Mit herzlichen Grüßen
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