In diesem Jahr konnten wir erstmalig mit unserem Winterauto auf Herbsttour gehen. Der Hobby 600/690 GES hat die Wassertanks im Doppelboden verbaut und ist somit wesentlich wintertauglicher als der alte 600er. Zusammen mit Spikesrädern und einer Zusatz-Dieselheizung konnten wir diesmal auf Polarlichtjagd gehen.
Die grobe Richtung stand vorher fest; die Route wurde aber täglich mit Blick auf die Wetterapp festgelegt. Nach Möglichkeit sollte ein wolkenloser Himmel das Ziel für die Nächte sein. … und meistens hatten wir Glück.
So waren die Lofoten das erste größere Ziel. Gleich in der ersten Nacht tanzten die Polarlichter direkt über uns. Ansonsten enttäuschte die Inselgruppe etwas. Alle schönen Plätze, auf denen wir in früheren Jahren übernachtet haben, waren jetzt auf eine Parkdauer von 4 Stunden beschränkt. Hier muss es im Sommer wohl zu Dolle getrieben worden sein.
Über Senja und Tromsö fuhren wir nach Alta. Die Straßen waren zum Teil sehr vereist. Dafür hatten wir tagsüber aber blauen Himmel. Nur nachts zog es sich leider oft zu und schneite bzw. regnete zwischendurch. Nicht gut für Polarlichtjagd. So verzichteten wir auf Grund der Wettervorhersagen auf das Nordkap und fuhren Richtung Finnland.
Dort sahen wir wieder Polarlichter. Dafür war es aber auch deutlich kälter. Eine 11kg Gasflasche hielt 3 bis 4 Tage. Wir konnte sie in Norwegen oder Schweden zwar an jeder Tankstelle tauschen, aber sie war mit über 70 € sehr teuer. Die Dieselheizung war leider nicht in der Lage die Wasserpumpe im Doppelboden frostfrei zu halten. Hier muss demnächst nachgebessert werden.
Ein „Erlebnis“ war Rovaniemi. Das Weihnachtsmann-Dorf ist Kommerz pur … und total mit Touris überlaufen. An einem schönen Stellplatz konnten wir abends auch super Polarlichter sehen. Allerdings war dort aber auch ein Verkehr wie auf der Bahnhofstraße. Ständig kamen Autos und Busse mit Touris. …aber auch das muss man mal gesehen haben.
Da wir unsere Gasflasche in Finnland nicht tauschen konnten, fuhren wir wieder nach Schweden. Dort erwartete uns Neuschnee. Diesmal „flüchteten“ wir nicht. Wir fuhren wieder ins Landesinnere und genossen das Winter-Wonderland. Da es Nachts meist schneite, war es mit den Polarlichtern leider vorbei. Dafür konnten wir Garou dann morgens durch den Neuschnee schicken.
Die Rückfahrt ließen wir es etwas ruhiger angehen. In Östersund und Mora legten wir jeweils Ruhetage ein, um dann in Glaskogen noch einmal 3 Tage zu wandern, bevor wir dann unsere Winterräder wechselten und über die Brücken zurückfuhren. Das Winterauto hat seine erste Bewährungsprobe bestanden!
In der Bildergalerie habe ich die schönsten Bilder dieser Reise zusammengestellt.


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